Was ist die Kapitalrente?
Die Kapitalrente ist ein kapitalgedeckter Baustein, der die klassische Umlagefinanzierung der gesetzlichen Rente ergänzt. Statt Beiträge sofort wieder auszuzahlen, wird zusätzlich Kapital am Markt angelegt, dessen Erträge später die Rentenkasse entlasten sollen. Sie tritt neben – nicht an die Stelle – der gesetzlichen Rente.
Warum die Änderung kommt
Immer weniger Beitragszahler finanzieren immer mehr Rentner. Ohne Gegenmaßnahmen würden die Beitragssätze deutlich steigen. Prognosen zufolge könnte der Gesamtbeitrag aus gesetzlicher Rente und Kapitalrente bis 2040 auf rund 21,1 Prozent zulaufen. Die Kapitaldeckung soll diesen Anstieg abfedern.
Was sich 2027 konkret ändert
Parallel zur Kapitalrente startet zum 1. Januar 2027 das private, geförderte Altersvorsorgedepot. Für jeden Sparbeitrag gibt es künftig staatliche Zulagen – 50 Cent pro Euro bis zu einem Jahresbeitrag von 360 Euro, darüber 25 Cent bis 1.800 Euro. Anders als bei der Rürup-Rente sind variable Sparraten und eine Teilauszahlung von bis zu 30 Prozent zu Beginn der Auszahlungsphase vorgesehen.
Warum private Vorsorge wichtiger wird
Die Kapitalrente stabilisiert das System – die eigene Versorgungslücke schließt sie nicht. Wer seinen Lebensstandard im Alter halten will, kommt an zusätzlicher privater Vorsorge kaum vorbei. Genau hier setzt die neue Förderung an, die den Aufbau eines eigenen Kapitalstocks so attraktiv wie nie macht.
Das sollten Sie jetzt tun
Prüfen Sie Ihre persönliche Rentenlücke und richten Sie Ihre Vorsorge frühzeitig auf die neuen Möglichkeiten aus. Wer heute die Weichen stellt, profitiert am längsten vom Zinseszinseffekt und der staatlichen Förderung. Wir rechnen Ihre Situation gemeinsam durch und finden den passenden Baustein.
